Um einen Anspruch auf Mutterschaftsgeld zu haben, müssen die Frauen bei Beginn der Mutterschutzfrist in einem Arbeitsverhältnis (egal welcher Art) gestanden haben oder  in Heimarbeit beschäftigt gewesen sein.


Unter Mutterschutzfrist versteht man einen vom Mutterschutzgesetz vorgesehenen Zeitraum vor und nach der Entbindung. Für diesen Zeitraum bestehen Beschäftigungsverbote.

Werdende Mütter dürfen in den letzten sechs Wochen vor der Entbindung nicht beschäftigt werden, es sei denn, dass sie sich ausdrücklich zur Arbeitsleistung bereit erklären. Diese Erklärung kann jederzeit widerrufen werden.

Für die Berechnung der Sechs-Wochen-Frist ist ein ärztliches Attest über den mutmaßlichen Tag der Entbindung vorzulegen.

Irrt sich der Arzt über den Zeitpunkt der Entbindung, verlängert sich die Mutterschutzfrist entsprechend. Mütter dürfen bis zum Ablauf von acht Wochen nach der Entbindung nicht beschäftigt werden.

Lediglich bei Tod ihres Kindes kann die Mutter auf ihr ausdrückliches Verlangen schon vor Ablauf dieser Fristen wieder beschäftigt werden, wenn nach ärztlichem Zeugnis nichts dagegen spricht. Nach einer Fehlgeburt steht der Arbeitnehmerin keine Schutzfrist zu. Letzte Aktualisierung: 29.03.2011