Maßgebend für den Zeitpunkt der Einbehaltung der Lohnsteuer und Zuschlagssteuern (Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer), ist der Zeitpunkt der Lohnzahlung, also der Zufluss, der somit auch für die Lohnsteuer-Anmeldung von Bedeutung ist.


Der Arbeitgeber hat bei jeder Lohnzahlung Lohnsteuer zu berechnen und ggf. einzubehalten. Beim Arbeitnehmer gilt laufender Arbeitslohn bereits in dem Kalenderjahr als bezogen, in dem der Lohnzahlungszeitraum endet.

Beispiel:
A erhält den Lohn für Dezember 2010 (statt Ende Dezember) erst am 5.1.2011 und den Lohn für Januar 2011 am 26.1.2011.

Lohnsteuer-Anmeldungszeitraum für beide Lohnzahlungen ist der Monat Januar 2011. Der Arbeitgeber hat die Lohnsteuer, den Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer für diesen Monat bis zum 10.2.2011 beim Betriebsstättenfinanzamt anzumelden und einzuzahlen (Fälligkeit). Das gilt auch für die verspätete Zahlung des Dezember-Lohns.

Beim Arbeitnehmer gilt der Dezember-Lohn als im Dezember 2010 bezogen. Das bedeutet für den Arbeitgeber, dass er die Lohnsteuer insoweit noch nach den Merkmalen der Lohnsteuerkarte 2010 einbehalten muss; er muss ferner sowohl den Arbeitslohn als auch die Steuerbeträge noch in der Lohnsteuerbescheinigung 2010 angeben.

Für die Lohnsteuerberechnung des Januar-Lohns sind dagegen die Lohnsteuerkarte 2011 und die Lohnsteuertabelle 2011 maßgebend. Letzte Aktualisierung: 22.03.2011