Das Gesetz über den Ausgleich von Arbeitgeberaufwendungen (AAG) unterscheidet zwei Ausgleichsverfahren. Dies ist zum einen der Ausgleich im Krankheitsfall. Um diesen Ausgleich zu erhalten darf der Betrieb eine Beschäftigungsgröße von bis zum 30 Mitarbeitern nicht überschreiten.

 

Damit im Krankheitsfall des Arbeitsnehmers der Arbeitgeber einen Ausgleich zu den Lohnfortzahlungskosten erhält, sind zunächst neben den Beiträgen für die vier Versicherungszweige auch Umlagebeiträge (U1) für die Lohnfortzahlung zu leisten. Das U1-Verfahren galt bislang nur für Arbeiter und Auszubildende. Mit der Gesetzesänderung wurde das Ausgleichsverfahren auf alle Beschäftigte ausgedehnt.


Daneben sind weitere Umlagebeiträge (U2) für das Mutterschutzgeld bzw. das Beschäftigungsverbot von werdenden Müttern zu zahlen. Ab 2005 müssen alle Betriebe diese Umlage aufbringen, unabhängig von der Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter. Allerdings können auch Betriebe mit mehr als 30 Beschäftigten im U2-Verfahren einen Ausgleich beantragen. letzte Aktualisierung: 30.03.2010