In den Sommerferien wollen viele Schüler Ihr Taschengeld aufbessern.

Welche Beschäftigungsmöglichkeiten bestehen und was es zu beachten gibt, haben wir aufgelistet.

Grundsätzlich sollte der Schüler eine Schulbescheinigung vorlegen, aus der hervorgeht, dass er auch nach den Ferien weiter die Schule besucht.

Damit das Beschäftigungsverhältnis des Schülers, sozialversicherungsfrei abgerechnet werden kann, sollte der Arbeitsvertrag befristet sein.

Eine Befristung ist auf 2 Monate oder wenn der wöchentliche Einsatz unter 5 Tage in der Woche beträgt, auf 50 Arbeitstage möglich.

1. Variante
Durch die Befristung des Arbeitsvertrages liegt eine kurzfristige Beschäftigung vor. Der Arbeitgeber kann auf die Vorlage der Lohnsteuerkarte verzichten. Die Lohnsteuer wird pauschal mit 25% zuzüglich Kirchensteuer und Soli ermittelt. Allerdings ist die Pauschalierung nur zulässig, wenn der Arbeitnehmer beim Arbeitgeber nur gelegentlich und nicht regelmäßig wiederkehrend beschäftigt ist und die Beschäftigung nicht mehr als 18 zusammenhängende Arbeitstage dauert. Das Tagesentgelt darf  Euro 62 nicht übersteigen.

2. Variante
Natürlich kann die Lohnsteuer auch nach der individuellen Lohnsteuerkarte berechnet und einbehalten werden. Bei den meisten Schülern wird dies die Lohnsteuerklasse I sein.  Die einbehaltene Lohn- und Zuschlagssteuer (Soli, Kirchensteuer) wird in der Regel durch die Abgabe der Steuererklärung, erstattet, da der Schüler einen Anspruch auf den vollen Werbungskosten-Pauschbetrag in Höhe von 920 Euro hat.

3. Variante
Wenn absehbar ist, dass die Beschäftigung über 2 Monate hinausgeht und das Entgelt geringfügig ist, bietet sich eine Beschäftigung als Minijobber an.

Abschließend und damit Kinderarbeit ausgeschlossen wird, nachstehend ein Auszug aus dem Jugendarbeitsschutzgesetz

§ 2 Kind, Jugendlicher
(1) Kind im Sinne dieses Gesetzes ist, wer noch nicht 15 Jahre alt ist.
(2) Jugendlicher im Sinne dieses Gesetzes ist, wer 15, aber noch nicht 18 Jahre alt ist.
(3) Auf Jugendliche, die der Vollzeitschulpflicht unterliegen, finden die für Kinder geltenden Vorschriften Anwendung.

Letzte Aktualisierung: 05.07.2010