Ab 01.01.2012 tritt für Arbeitgeber die Pflicht zum Sozialausgleich in Kraft.

Die Grundlage für die Berechnung des Sozialausgleichs ermittelt sich aus den neuen Gesetzen 242a und 242b SGB V.

Zunächst ermittelt das Bundesministerium für Gesundheit den durchschnittlichen Zusatzbeitrag der Krankenkassen. Die Berechnung  ergibt sich aus den voraussichtlichen Einnahmen des Gesundheitsfonds und den voraussichtlichen Ausgaben aller Krankenkassen. Die Differenz wird durch 12 Monate geteilt, um den monatlichen Zusatzbeitrag zu ermitteln.

Jeweils bis zum 1. November wird der durchschnittliche Zusatzbeitrag für das Folgekalenderjahr im Bundesanzeiger bekannt gegeben.

In § 242b SGB V ist festgelegt, dass die Belastungsgrenze für den Sozialausgleich maximal 2% der beitragspflichtigen Einnahmen des Mitglieds betragen darf.

Da nun sowohl der Zusatzbeitrag als auch die maximale Belastungsgrenze feststeht, ist der Arbeitgeber in der Lage den Ausgleich rechnerisch zu ermitteln und über die Lohn- und Gehaltsabrechnung auszugleichen. Der Ausgleich ist bei jedem Arbeitnehmer durchzuführen unabhängig davon, ob die Krankenkasse des Arbeitnehmers Zusatzbeiträge verlangt oder nicht.

Die Berücksichtigung des Sozialausgleichs stellt sich wie folgt dar:

  • Beispiel: Arbeitnehmer A hat ein monatliches Entgelt in Höhe von 1200,00 Euro. Angenommen der durchschnittliche Zusatzbeitrag beträgt 25 Euro.
  • Die Berechnung lautet:  Arbeitnehmeranteil KV = Euro 1200,00 x 8,2%  = Euro 98,40.  Belastungegrenze Euro 1200,00 x 2% = Euro 24,00.  angenommener durchschnittl. Zusatzbeitrag Euro 25,00.  Zahlung Arbeitnehmeranteil KV Euro 98,40 abzüglich Euro 1,00 =Euro 97,40.


Über die Lohn- und Gehaltsabrechnung bekommt der Arbeitnehmer den überforderten Beitrag in Höhe von Euro 1,00 erstattet.

Für bestimmte Arbeitnehmergruppen muss der Arbeitgeber eine monatliche Meldung an die individuelle Krankenkasse des Arbeitnehmers erstatten.

Hat der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber mitgeteilt, dass er weitere beitragspflichtige Einkünfte hat, darf der Arbeitgeber den Sozialausgleich nur nach Vorgabe der Krankenkasse durchführen. Letzte Aktualisierung: 02.09.2011