Jeder Arbeitnehmer hat kalenderjährlich Anspruch auf mindestens 24 Werktage Erholungsurlaub. Werktage sind alle Kalendertage, außer Sonn- und Feiertage. Währen des Urlaubs darf der Arbeitnehmer keiner anderen Erwerbstätigkeit nachkommen.

Das Urlaubsentgelt welches der Arbeitnehmer für den Zeitraum bekommt, bemisst sich nach dem durchschnittlichen Arbeitsentgelt, dass der Arbeitnehmer in den letzten 13 Wochen vor Urlaubsantritt erhalten hat. Überstunden sowie Einmalzahlungen werden nicht mit berücksichtigt.

Der volle Urlaubsanspruch wird erstmalig nach sechsmonatigem Bestehen des Arbeitsverhältnisses erworben. Diese sechs Monate gelten als Wartezeit. Scheidet der Arbeitnehmer vor Erfüllung der Wartezeit aus oder beginnt sein Arbeitsverhältnis im Laufe des Kalenderjahres, so gilt ein Teilurlaub. Zur anteiligen Berechnung gilt ein Urlaubsanspruch von 1/12 pro Monat des Jahresurlaubs. Bruchteile von Urlaubsansprüchen werden immer kaufmännisch gerundet.

Urlaub der im Voraus über das Kontingent genommen wurde, kann nicht vom nächsten Urlaubsanspruch abgezogen werden, ebenso wie das Urlaubsentgelt nicht zurück gefordert werden kann. Es besteht kein Urlaubsanspruch für das Kalenderjahr wenn bei einem früheren Arbeitgeber in dem Kalenderjahr der gesamte Urlaub schon gewährt worden ist. Der ehemalige Arbeitgeber ist bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses verpflichtet die genommenen Urlaubstage zu bescheinigen.

Der Arbeitgeber ist verpflichtet dem Arbeitnehmer den Urlaub zu gewähren, wenn er im Anschluss auf eine medizinische Vorsorge folgt. Eine Rehabilitationsmaßnahme darf vom Arbeitgeber nicht mit dem Urlaub verrechnet werden. Erkrankt der Arbeitnehmer während seines Urlaubs und kann dies durch ein ärztliches Attest nachweisen, so müssen die betroffenen Urlaubstage gutgeschrieben werden.

Bei der Gewährung des Urlaubs sind Wünsche des Arbeitnehmers zu berücksichtigen, es sei denn wichtige betriebliche Belangen stehen dem entgegen.

Die vorstehenden Vorschriften haben keine Gültigkeit, wenn durch einen geltenden Tarifvertrag andere Bestimmungen gelten. Letzte Aktualisierung: 29.06.2010