Reichskanzler Otto von Bismarck führte im Jahre 1883 für die Industriearbeiter eine Krankenversicherung als Sozialgesetz ein.

Anfang des 19. Jahrhunderts wurden die Sozialgesetze für die Kranken-, Renten- und Unfallversicherung  in eine einheitliche Reichsversicherungsordnung (RVO) übernommen.

Die RVO unterschied zwischen Arbeitern und Angestellte. Gravierender Unterschied war, dass die Arbeiter nur in bestimmte Krankenkassen eintreten konnten. Auch abrechnungstechnisch wurde unterschieden zwischen Arbeitern und Angestellte. So war es durchaus üblich, dass die Arbeiter als Lohnempfänger den Lohn zunächst täglich und später wöchentlich ausgezahlt bekamen.

Anfang 1990 wurde die Unterscheidung zwischen Arbeitern und Angestellte in der RVO aufgehoben und die Krankenkassen, die bis dato ausschließlich Angestellte aufgenommen hatten, öffneten sich.

Heute kann jeder seine Krankenkasse frei wählen, allerdings sind die Bezeichnungen Lohn- und Gehaltsabrechnung geblieben, auch wenn heute die korrekte Bezeichnung Entgeltabrechnung ist. letzte Aktualisierung: 15.06.2010