Das Landesarbeitsgericht Rheinland-Pfalz (Az.: 6 Sa 723/09). hat entschieden, dass der Arbeitgeber das Weihnachtsgeld bis auf Null kürzen darf.
Die Arbeitnehmerin war seit 3 Jahren beschäftigt und hatte bislang ein Weihnachtsgeld in Höhe eines Monatsbruttogehalts erhalten. Im laufenden Jahr war sie von Juni bis Dezember erkrankt. Der Arbeitgeber zahlt kein Weihnachtsgeld, da der Arbeitsvertrag den Zusatz enthielt: Die etwaige Zahlung von Gratifikationen, Prämien oder sonstigen Sondervergütungen erfolgt freiwillig und unter Vorbehalt des jederzeitigen Widerrufs.

Die Richter stimmten für den Arbeitgeber. Auch in zweiter Instanz, vertraten die Richter den Standpunkt, dass der Arbeitgeber die Höhe der Gratifikation im Verhältnis zur tatsächlichen Arbeitszeit kürzen darf. letzte Aktualisierung: 02.10.2010