Arbeiten, die zu ungünstigen Zeiten stattfinden, dürfen nach den gesetzlichen Bestimmungen mit Zuschlägen zusätzlich zum Grundlohn vergütet werden.


Gilt der Tarifvertrag ist dieser anzuwenden. Besteht kein Tarifvertrag gelten die gesetzlichen Bestimmungen.

Die Zuschläge sind dann steuer- und sozialversicherungsfrei (§3b EStG), wenn sie

  • tatsächlich angefallen sind,
  • besonders aufgezeichnet werden,
  • zusätzlich zum Grundlohn vergütet werden,
  • der Grundstundenlohn Euro 50 nicht übersteigt und
  • der maximale % Satz nicht überschritten wird.

Begünstigt sind alle Arbeitnehmer, also auch Minijobber.

 

Die Zuschläge für Nacht-, Sonn und Feiertagsarbeit sind nachstehend aufgelistet.

  • 25% Nachtarbeit, ist Arbeit in der Zeit von 20.00 h bis 06.00 h.
  • 40% Nachtarbeit, gilt für die Zeit von 00.00 h bis 04.00 h, wenn die Arbeit vor 0.00 h aufgenommen wurde.
  • 50% Sonntagsarbeit, gilt für die Zeit von 0.00 h bis 24.00 h.
  • 125% Feiertagsarbeit, gilt für die Zeit von 00.00 h bis 24.00 h.
  • 150% Weihnachten, Heiligabend ab 14.00 h und 1. Mai, jeweils für die Zeit von 00.00 h bis 24.00 h.


Gesetzliche Feiertage in allen Bundesländern sind:

  • Neujahr
  • Karfreitag
  • Ostersonntag
  • Ostermontag
  • 1.Mai
  • Himmelfahrt
  • Pfingstsonntag
  • Pfingstmontag
  • Tag der deutschen Einheit
  • 24. Dezember, ab 14.00 h
  • 1. Weihnachtstag
  • 2. Weihnachtstag
  • 31. Dezember, ab 14.00 h


Gesetzliche Feiertage in NRW

  • Frohnleichnam
  • Allerheiligen


Nachtarbeitszuschläge können zusätzlich zu den Sonn- und Feiertagszuschlägen gezahlt werden. Letzte Aktualisierung: 28.05.2011